Nährstoffrückgewinnung: Deutschland macht vorwärts

Die deutsche Agrarministerkonferenz fordert, die gesetzlichen Grundlagen für die Verwendung von aufbereitetem Urin und menschlichen Ausscheidungen als Dünger zu schaffen. Auch in der Schweiz gibt es Bestrebungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine stärkere Nährstoffrückgewinnung und Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln.

Nährstoffrückgewinnung: Deutschland macht vorwärts

Die Schweiz als Vorreiterin in Sachen Nährstoffrückgewinnung? Vielleicht demnächst Vergangenheit – die Agrarministerkonferenz der Deutschen Bundesländer spricht Klartext.

Auszug aus dem Ergebnisprotokoll der Konferenz in Würzburg vom 25. September 2026, TOP 18, Absatz 4:

„Die Ministerinnen, Minister und Senatorinnen der Agrarressorts der Länder bitten den Bund, die düngemittel- und abfallrechtlichen Regelungen dahingehend zu prüfen und anzupassen, dass auch die Anwendung von recycelten menschlichen Fäkalien und aufbereitetem Urin, die aus wasserloser Sanitärinfrastruktur stammen, als Düngemittel ermöglicht werden, soweit prozessual eine Gefährdung für Menschen, Tiere und die Umwelt ausgeschlossen ist. So können Phosphor und Stickstoff wiedergewonnen und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wieder verwendet werden.“

Das gesamte Protokoll: https://lnkd.in/dJ6ygJUD

Ähnliches beobachten wir auch in der Schweiz: Z.B. fordert ein Zusammenschluss der Kantone aus der Romandie das Federal Office for the Environment FOEN auf, gesetzliche Rahmenbedingungen für die Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft zu schaffen. Oder einzelne Kantone ermöglichen jetzt schon einen zukunftsweisenden Umgang mit menschlichen Ausscheidungen.

Gespannt warten wir darauf, dass das Federal Office for the Environment FOEN und das Bundesamt für Landwirtschaft BLW das Thema aufnehmen.